Erotische Geschichte mit Astrid

Wir wünschen euch viel Spass bei diesen Erotischen Geschichten.

 

 

Astrid

Teil 1:
»Hallo. Darf ich kurz stören?«
Ich sehe von meiner Arbeit auf. Astrid ist wieder da! »Zurück? Und? Wie war es im Urlaub?«
Sie lächelt mich an. »Wunderbar. Obwohl ich in Dortmund meinen Zug um zwei Minuten
verpasst habe auf der Rückfahrt.«
Sie war allein in Frankreich? »Hättest du halt einen Mietwagen genommen.«
»Nö. Die ganze A2, dazu hatte ich nun wirklich keine Lust.«
»Ach so... Ich bin die A4 gefahren, das ist für mich günstiger.« Ja, Astrid, auch ich war allein
im Urlaub. Na ja, ohne Freundin und so.
»Kannst du mir mal helfen?«
Ich nicke. Klar kann ich helfen, klar will ich helfen. Wir setzen uns an meinen kleinen
Beratungstisch, beugen uns über ihre Unterlagen. Astrid erklärt, Astrid zeigt, Astrid fragt. Ich
bin unkonzentriert. Astrid beugt sich nach vorn. Sie legt ihre schweren Brüste, versteckt im
weißen T-Shirt, auf meinen Tisch. Ein Bild taucht vor meinen Augen auf: Astrid hinter einer
Glasscheibe, nackt, sie presst ihre Brüste, ihre Brustwarzen, gegen das kühle Glas.
»Was sagst du dazu?«
Wie gesagt, ich bin unkonzentriert. Wir einigen uns auf eine Lösung. Sie lehnt sich zurück
und versteckt ihre Hände hinter dem Stuhl. Das Gespräch ist wohl noch nicht beendet, sonst
wäre sie wohl schon aufgestanden. Ich fühle, dass ich an der Reihe bin.
»Und... schwatzen wir noch eine Runde, über deinen und meinen Urlaub?«
»Heute, nach Feierabend?«
Nichts lieber als das.
Ihre Firma hat einen Raum bei einem Bürodienstleiter gemietet. Die Chance, dort von ihren
oder meinen Kollegen überrascht zu werden, ist eher gering. Mir nur recht. Wir sitzen und
schwätzen, und schon bald nicht nur über Urlaub und Urlaubsbilder. Sie sucht und findet in
ihrem Schreibtisch eine Flasche Weißwein, wir trinken ihn, der Wein ist warm und schmeckt
eher bescheiden... egal.
»Hunger?«
Es ist mittlerweile schon dunkel draußen. Gute Zeit, um einen Happen zu sich zu nehmen.
Astrid macht einen Vorschlag. »Wir fahren zu mir, und ich mache uns rasch etwas. In
Ordnung?«
»Gern.« Ich sehe auf die Uhr. »Mein letzter Zug fährt kurz nach zehn.«
»Ich mache uns was schnelles, und dann fahre ich dich zum Bahnhof.«
»Okay.«
Sie wohnt bei ihren Eltern, draußen am Kanal, und hat ein Zimmer unter dem Dach. Astrid
wirtschaftet in der kleinen Küche. Ich sitze in der dunklen Stube, sie steht mit dem Rücken zu
mir, immer noch im weißen T-Shirt und ihren sandfarbenen Jeans. Die Jeans modellieren ihre
Beine: Lange, kräftige Schenkel, die einiges versprechen. Ihre Schuhe hat sie ausgezogen und
steht barfuß auf den Fliesen. Ich muss kichern: Roter Lack auf ihren Fußnägeln verträgt sich
ganz bestimmt nicht mit sandfarbenen Jeans.
»Was ist?«
»Du lackierst dir die Fußnägel?«
»Ja.«
Hm. Ich beschließe, das Thema im Moment nicht zu vertiefen.
Ihr Essen schmeckt.
»Geschnetzeltes, aus Schweinefilet.« wie sie stolz betont, dazu, es musste schließlich schnell
gehen, Semmelknödel aus der Tüte.
Wieder trinken wir weißen Wein, dieses Mal temperiert und wohl auch ein besserer Tropfen.
Astrid räumt ab und hantiert in der Küche, wieder sehe ich ihr dabei zu. Sie dreht sich um,
bemerkt meinen Blick und gibt ihn mir zurück. Dunkle Augen, etwas schmal, unter einem tief
in die Stirn fallenden Pony aus dunklem, schwarzbraunen Haar. Ausgeprägte
Wangenknochen. Fast ein slawisches Gesicht. Mit einem Seufzen lässt sie sich auf das mir
entgegengesetzte Ende der Couch fallen.
»Geschafft.« Sie drückt mir ein Fläschchen und eine Tüte mit Wattebällchen in die Hand.
»Machst du mir den Lack ab?« Astrid legt mir ihre Füße in den Schoß, lehnt sich zurück und
schließt die Augen. »Sieh zu, das du mir nicht die Couch voll schmierst.« knurrt sie mit
müder Stimme.
»Harter Tag heute gewesen?« Ich mache mich an die Arbeit, ganz systematisch.
»Na ja. Wenn du den ersten Tag in der Firma bist, ist halt eine Menge aufzuarbeiten.«
Jeder Nagel wird mit einem extra Bällchen behandelt. »Und ich halte dich noch von der
Arbeit ab.« Jeder Nagel bekommt einen Kuss. Brennend schmecke ich die Reste vom Aceton
an ihren Zehen.
»Quatsch. Mit dir habe ich immer gern zu tun.«
In meinen Händen fühle ich die rauhe Haut an ihren Fersen. »Wer macht dir sonst die
Zehennägel sauber?«
»Wer war mit dir im Urlaub?«
»Das gleiche könnte ich dich fragen.«
Sie lässt ihre Zehen spielen. Sie kichert. »Fertig?«
»Ja.«
»So sauber waren meine Füße lange nicht.«
Ich lasse meine Hände auf Entdeckungsreise gehen. Ich fühle die kühle Haut ihrer Waden
unter meinen Fingerspitzen. Mit einer entschlossenen Bewegung entzieht sie mir ihre Beine.
Sie greift zur Weinflasche und schaut mich an, offen und direkt.
»Ich gehe mal davon aus, dass ich dich heute Abend nicht mehr zur Bahn fahren muss.«
So, wie sie es sagt, klingt das wie eine Feststellung und nicht wie eine Frage. Ich benötige
ziemlich viele Schrecksekunden. Ich bemühe mich um eine ebenso indirekte Antwort.
»Ich habe keine Zahnbürste dabei.«
Astrid neigt den Hals der Flasche, lässt Wein in die Gläser fließen. Dann kommt sie die zwei,
drei Schritte auf mich zu, ein Glas in jeder Hand. Ich sitze kerzengerade und sehe sie an, wie
sie auf mich zukommt. Ein Glas drückt sie mir in die Hand, dann setzt sie sich zu mir. Unsere
Gläser klingen aneinander. Ich schmecke den Wein, fruchtig, mit feiner Säure.
Ihre Hand streicht kurz über meinen Nacken, dann fühle ich sie an meiner Schulter. Sie lehnt
sich an mich, den Oberkörper leicht zu mir gedreht, die Beine seltsam verwickelt, die Fersen
unter den Po versteckt. Mit geschlossenen Augen nimmt sie einen Schluck.
Ich sehe sie an. Ihr Gesicht ist vielleicht eine Handbreit von meinem entfernt. Sie sieht
abgespannt aus und müde. Kleine Fältchen nisten in ihren Augenwinkeln. So nah ist sie mir
noch nie gewesen.
Ich stelle erst mein Glas auf den kleinen Tisch mit der Glasplatte, dann nehme ich ihres. Ich
beuge mich über sie. Unsere Lippen berühren sich ein wenig. Ein Stück lehne ich mich
zurück, will sie sehen. Leichter Perlmuttglanz liegt auf ihren Lippen. Ein Hauch Rouge auf
ihren Wangen. Auf der Stirn, direkt über der Nasenwurzel, etwas unreine Haut.
Astrid reckt mir ihre Lippen entgegen. Dieser Einladung kann ich nicht widerstehen. Sie
öffnet ihre Lippen, und ich fühle ihre Zunge tief in meinem Mund. Ich schmecke Wein; dazu
ein kräftiges, intensives Gewürz. Wir beide atmen heftig. Ich löse mich von mir und richte
mich etwas auf. Ein paar Strähnen ihres Haares puste ich aus ihrer Stirn, dann hauche ich eine
Serie von Küssen darüber.
Nun wird Astrid aktiv, mit beiden Armen und ihrem Oberkörper drückt sie mich in die
Polster. Noch ein Kuss, lang und leidenschaftlich. Sie liegt halb auf mir und macht sich an
den Knöpfen meines Hemdes zu schaffen. Gleich wird sie in heftiges Lachen ausbrechen:
Feinripp-Unterwäsche. Ihre Linke ruht auf meiner Schulter, hält mich sanft in den Polstern
fest. Mit der Rechten und ihrem Mund, ihrem äußerst geschicktem Mund, beginnt sie mich zu
entkleiden. Ich bemühe mich um eine entspannte Haltung und lasse es geschehen. Sie muss
eine Haarspange gelöst haben, denn ich sehe vor allem ihre dunklen üppigen Haare. Überall
auf mir.
Ich spiele mit ihren Haaren. Ich greife mir Strähnen, wickele sie um die Finger, dann streiche
ich ihr mit der ganzen Fläche meiner Hand über den Kopf. Astrid beginnt, mein Unterhemd
aus der Hose zu zerren. Mit sanfter Gewalt nehme ich ihren Kopf in meine Hände und halte
ihn fest.
»Hey, gibt es denn keinen besseren Platz?«
»Doch. Komm.« Astrid erhebt sich und geht.
Wiegende Hüften, auch ihr ist das T-Shirt mittlerweile aus der Hose gerutscht. Gerutscht? So
eng, wie die Jeans sitzen? Da hat sie wohl selber Hand angelegt.
Unsere Gläser sind noch fast voll. In jeder Hand ein Glas, folge ich ihr auf Strümpfen in ein
kleines Zimmer nebenan. Schräge Wände, ein Dachfenster, ein Bett, breit. Keine Kissen,
keine Bettdecke. Nur sie. Neben dem Fußende des Bettes ein unregelmäßiger Schatten: Ihre
Sachen.
Ich schließe die Tür hinter mir. Sehr vorsichtig nähere ich mich dem Bett. In winzigen
Trippelschritten setze ich einen Fuß vor den anderen, sorgfältig bemüht, nirgendwo
anzustoßen.
»Ein Schluck Wein?«
Ich setze ihr das Glas an die Lippen, dunkler Mund in der grauen Fläche ihres Gesichtes.
Wenige Tropfen lasse ich in ihren Mund rollen, dann höre ich sie schlucken. Ich trinke aus
dem gleichen Glas. Das wiederhole ich, auf der Bettkante sitzend, einige Male.
Wir reden belangloses Zeug. Meine Augen gewöhnen sich an das Dämmerlicht. Hell zeichnet
sich ihr Slip ab, einen Büstenhalter trägt sie nicht mehr, hat sie wohl auch unter ihrem T-Shirt
nicht getragen.
Ich streiche sacht über ihren Bauch. Nur wenig Fett über den Rippen. Ihre Brüste heben und
senken sich im Rhythmus ihrer Atemzüge. Mit den Fingern zeichne ich ihren Brustansatz
nach, dann die Form ihrer Brustwarze. Ihre Haut ist kühl, doch in den Brustwarzen scheint
Feuer zu brennen. Ich tauche einen Finger in das Weinglas und stelle die Gläser endgültig
beiseite.
Fast meine ich ein Zischen zu hören, so wie wenn Wasser auf eine heiße Herdplatte spritzt,
als mein weinfeuchter Zeigefinger Astrids Brustwarze berührt. Unter meinem Finger richtet
sich ihre Warze noch weiter auf, wird härter und praller. Sie greift nach meinem Kopf und
zieht ihn an sich. Ich setze mit den Lippen das Werk meiner Finger fort, an beiden Brüsten.
Zwischen ihren Brüsten schmecke ich Salz und Vanille.
Astrid ist derweil nicht untätig. Mit spitzen Finger erkundet sie meinen Rücken. Ab und an
rubbelt sie mit den Fingerknöcheln mein Rückgrat hinunter, das ist schmerzhaft und geht mir
gleichzeitig durch Mark und Bein. Meine Hose ist viel zu eng.
Ich löse mich von ihr und befreie mein bestes Stück. Es genießt die ihm geschenkte Freiheit,
wird hart und steif.
Astrid winkelt ihre Beine an, Knie an Knie, und zerrt ihren Slip herunter. Sie öffnet ihre Knie,
sie öffnet ihre Schenkel.
Sanft drücke ich ihre Beine noch etwas weiter auseinander, knie mich dazwischen. Ich beuge
mich über ihren Bauch, spiele mit der Zunge in ihrem Nabel. Ganz sacht weht ihr Duft an
meine Nase. Mit beiden Armen stütze ich mich auf. Ich dringe in sie ein und spüre keinen
Widerstand. Sie ist feucht und warm. Ich bewege mich langsam. Ich vergrabe meinen Kopf an
ihrer Schulter und schmecke ihre Haare in meinem Mund. Ich höre ihren Atem, direkt neben
meinem Ohr. Astrid unter mir glüht, keine Spur mehr von kühler Haut. Ihre Hände ziellos auf
meinem Rücken.
Ich höre sie kichern, heftig atmend. »Du schwitzest.«
Scheiße! Mich schüttelt es vor Lachen. Das hat mir beim Sex noch keine gesagt. Erst einmal
ist es jetzt vorbei. Ich rolle mich zur Seite und warte, dass der Lachanfall vorübergeht.
Sie hält mir ein Glas an die Lippen und lässt mich Wein trinken. Mein Schwanz liegt auf
meinem Bauch, nass, die Eichel frei. Schon wieder beschäftigt sich Astrid mit mir. Ich
verschränke die Hände hinter dem Kopf und genieße. Es braucht nicht viel Mühe, und das
Blut kehrt in mein bestes Stück zurück. Das ist es sicher auch, was sie wollte.
Sanft streicht sie mit einem Finger am Schaft entlang. Ihr Finger erreicht die Furche an
meiner Eichel, und mir stellen sich sämtliche Nackenhaare auf. Es kommt Bewegung in den
Körper neben mir. Bevor ich mich wehren kann, liegt sie auf mir. Mit einer Hand verschließt
sie mir den Mund. Ohne große Umstände richtet sie sich auf und beginnt sich zu bewegen. Ihr
Brüste schwingen im Takt ihrer Bewegungen. Eine Hand stützt sich auf meiner Schulter ab,
die andere hilft ihr, dass mein Schwanz nicht unversehens aus ihr herausflutscht.
Ich greife nach ihren Brüsten, die groß und schwer vor mir tanzen. Große Höfe, voll mit
Gänsehaut, hart erigierte Nippel.
Ihre Bewegungen werden intensiver. Es klatscht auf meinen Schenkeln, wenn sie sich fallen
lässt, und sie lässt sich immer schneller und immer heftiger fallen. Sie atmet nicht mehr, sie
keucht, genau wie ich.
Ich greife ihr kräftig um die Taille, will ihr begreiflich machen, dass sie langsamer machen
soll, doch das hat keinen Zweck.
Ein Zucken durchläuft den Frauenkörper über mir, mehrmals, sie wirft ihren Kopf mit den
langen dunklen Haaren unkontrolliert hin und her. Mit beiden Armen drückt sie mich jetzt
nieder, ich kralle meine Hände in ihre Pobacken und weiß, dass ich nicht mehr lange brauche.
Astrid scheint das zu spüren. Sie lässt etwas nach, bewegt sich träger. Der Druck auf meinen
Schultern mindert sich.
Sie beugt sich nach vorn, zuerst Haare, mein ganzer Mund voller Haare, dann finden ihre
Lippen meinen Mund. Ein langer Kuss, heftig, gierig, macht mich unendlich geil.
Wieder mit beiden Händen an ihrer Taille, bemühe ich mich, sie auf mir zu fixieren und
versuche meine Lust zu befriedigen, so gut es eben geht. Schnell ist mein Puls auf 180, ich
verliere die Wahrnehmung für alles um mich herum und bin nur auf ein Ziel konzentriert.
Immer wieder will sie sich mir entziehen, wedelt wild mit dem Kopf - ich spüre ihre Haare
auf meiner Brust und meinen Schultern wie einen milden Wind - doch ich lasse nicht locker.
Heftige Stöße mit dem Becken, dem ganzen Körper von unten in eine Astrid, die mir
auszuweichen sucht... Ist das ein multipler Orgasmus? Ich kann den Moment der eigentlichen
Ejakulation nicht genau markieren, der Höhepunkt dauert länger, als ich es gemeinhin kenne.
Irgendwann wird die Anspannung geringer, die Intensität meiner und auch ihrer Bewegungen
lässt nach. Sie lässt sich fallen und liegt nun ganz auf mir, ihre schweren Brüste voll und heiß
auf mir. Ich höre sie hecheln neben meinem Ohr, ihre Zunge spielt mit meinen Ohrläppchen,
ihr Mund haucht irgendwelche Worte in mein Ohr.
Sanft streiche ich ihr über den Rücken, den Po, die Oberschenkel. Feuchtigkeit und Hitze
zwischen ihren Schenkeln. Ich stecke immer noch in ihr, mein bestes Stück wird schlaffer,
mein Atem beruhigt sich. Astrid dreht sich zur Seite und gibt mich frei. Klebrig und immer
noch halbsteif hängt oder liegt mein Schwanz auf 'halb acht'.
Sie drückt sich an mich und kuschelt ihren Kopf in meine Schulter. Wir liegen eine Weile so
und schweigen. Ab und an irrlichtern Lichtstrahlen von Autoscheinwerfern und werfen
Lichter und Schatten an die Decke des kleinen Zimmers. Wind geht und rüttelt an den Ecken
des .
»Wann musst du morgen raus?«
»Spätestens halb neun muss ich in der Firma sein.« Lust, ihre Eltern morgen früh zu sehen,
habe ich nicht. »Frühstück hier oben?«
»Hm.«
Sie dreht sich zur Seite, zieht einen Bettkasten auf. Eine kühle und weiche Masse fällt mir auf
das Gesicht, dann fühle ich Stoff: Ein Kissen.
»Hey!«
Ich betrachte ihre Rückansicht. Ein Schatten, leicht gekrümmt, ihr Rückgrat. Eine kleine
flache Fläche am Steiß. Prächtige Pobacken, an der Seite etwas abgeflacht, mit angespannten
Muskeln.
Ich kann nicht widerstehen und teile mit dem Finger die Furche zwischen ihren Pobacken,
ganz vorsichtig und sacht. Meine Hand zwischen ihren Schenkeln. Kräftige, drahtige Haare,
nass und verklebt. Ich führe meine Finger zur Nase und schnuppere. Das ist ihr Duft, und das
ist mein Duft. Ich will ihr das nicht vorenthalten, drehe mich gleichfalls zur Seite und liege
nun direkt hinter ihr.
»Riech mal.« sage ich und halte ihr die Hand vor die Nase.
Sie zieht tief die Luft ein, ihre Brust hebt sich, und greift nach meiner Hand. Sie küsst jeden
einzelnen Finger und saugt an ihnen, als seien sie der Nuckel an der Flasche eines
verdurstenden Säuglings. Ich muss an Loriot denken - drei Herren im Bad und ganz
verschrumpelte Finger - und kichere vor mich hin.
»Wollen wir schlafen?«
»Wir haben doch gerade miteinander geschlafen.« sagt sie mit der unschuldigsten Stimme der
Welt, beugt sich über mich und sieht mich an. Sie gibt mir einen kurzen Kuss auf den Mund
und deckt uns zu. »Schlaf gut.«
Als ob ich das jetzt könnte.
Teil 2:
Irgendwann konnte ich doch. Ein langer Tag, früh um halb fünf aus dem Bett, und der jüngste
ist man schließlich auch nicht mehr...
Astrid schnieft leise neben mir, als ich aufwache. Ich drehe mich auf den Rücken und sehe
aus dem Fenster. Wolkenfetzen segeln über den Himmel, grau und weiß auf blau. Der Wind
hat nachgelassen. Keine Ahnung, wie spät es ist. Wecken mag ich Astrid nicht.
Vorsichtig stehle ich mich aus dem Bett. Draußen probiere ich solange an den Türen, bis ich
ein winziges Badezimmer gefunden habe. Ein prüfender Blick in den Spiegel. Müde, aber
nicht übernächtigt. Stoppeln im Gesicht, mehr zu spüren als zu sehen. Sorgen um meine
Frisur brauche ich mir nicht zu machen, bis auf die Fusseln am Pony ist keines meiner Haare
länger als acht oder neun Millimeter.
Erst einmal muss ich dem Druck auf der Blase nachgeben. Ich bin hier nicht zu Hause, also
hocke ich mich lieber auf das Porzellan. Das heftige Plätschern dröhnt geradezu in meinen
Ohren, ich habe das Gefühl, dass man es im ganzen Haus hören kann.
»Morgen.« Astrid steckt ihren Kopf durch die Tür. »Beeil dich, ich muss auch mal.«
Ich sitze da und laufe mit Sicherheit schamrot an. Sie scheint das nicht zu stören, sie drückt
die Tür ganz auf und mustert sich im Spiegel, gerade wie eben ich. In Reichweite meiner
Arme steht sie vor mir, ich könnte sie berühren, wenn ich wollte. Längst habe ich mein
Geschäft beendet, der berühmte letzte Tropfen hängt noch an der Spitze meines langsam zu
Größe gelangenden besten Stückes. Kalt und glatt spüre ich das Porzellan an der Spitze der
Eichel.
Ich bewundere ihr Profil. Astrid weiß, dass ich sie beobachte, genießt es, spielt mit mir. Sie
führt ihre Arme hinter den Kopf, bündelt die Haare, bringt ihre Brüste zur Geltung. Lauernde
Blicke im Spiegel. Unruhig rutsche ich um Millimeter hin und her. Sie beugt sich leicht nach
vorn, angelt im Regal nach einem Band, bändigt die üppige schwarzbraune Flut.
»Bist du nun fertig?«
Nun muss ich wohl oder übel aufstehen. Ohne ein Wort schleiche ich mich an ihr vorbei. Die
heftige Erektion ist mir in diesem Moment ziemlich peinlich.
Große Augen sehen mir nach. Überraschte Augen? Enttäuschte Augen?
Ich werfe mich auf das zerwühlte Bett. Zwei Jahre lang ist sie mir aus dem Weg gegangen.
Hartnäckige Gerüchte machten in der Firma die Runde, Gerüchte über Astrid und ihr
Verhältnis mit einem verheirateten, gut fünfzehn Jahre älteren Kollegen. Weder Wilhelm
noch sie gingen gegen das Gerücht an. Mit provozierenden Gesten und Worten heizten die
beiden die Gerüchteküche immer wieder auf. Was ist dran an den Gerüchten? Warum hat sie
mich zwei Jahre nicht angeschaut, und dann, aus dem Nichts, lotst sie mich in ihr Bett?
Fragen, Fragen, Fragen, und keine Antworten. In ihrem Kopfkissen suche ich nach ihrem
Duft.
Mit beiden Händen presse ich das Kissen auf mein Gesicht, atme tief ein. Ein letzter Rest
ihres Nachtgeruchs. Eine Entspannungsübung: Der Leninsche Materiebegriff... Wie durch
Watte dringt das Prasseln des Wasserstrahls in der Dusche an mein Ohr. Astrid duscht!
Sofort taucht das Bild von gestern wieder auf. Astrid hinter einer Glasscheibe, nackt, sie
presst ihre Brüste, ihre Brustwarzen, gegen das kühle Glas. Sofort spüre ich, wie das Blut in
mein bestes Stück schießt. Ich befreie mich von dem Kissen, verschränke die Hände hinter
dem Kopf, und male mir das Bild weiter aus. Ihre Brüste verlieren die räumliche Dimension.
Eine Masse prallen Fettgewebes, mittendrin das tiefe Tal dazwischen. Wassertropfen auf ihrer
Haut. Die Tropfen verbinden sich, rinnen ineinander. Mein Blick wandert tiefer. Ein kleiner
Bauch. Ihr Nabel. Kräftige Schenkel. Ein dunkles Dreieck. Ich möchte gern mehr sehen, doch
die Glasscheibe beschlägt immer stärker...
Fast schmerzhaft pocht das Blut zwischen meinen Beinen. Ganz sacht wippt mein Schwanz
im Rhythmus meines Herzschlages. Entspannungsübung...
Das Prasseln im Bad verstummt. Ich weiß, dass sie gleich in das Schlafzimmer kommen wird.
Einen winzigen Moment lang überlege ich, ob ich meine Erektion bedecken soll. Ich bin geil.
Astrid soll sehen, wie sehr ich sie will, jetzt, hier.
Und Astrid sieht es, als sie das Zimmer betritt. Ein Handtuch hat sie um ihren Körper
geschlungen. Das Handtuch bedeckt straff gespannt ihre Brüste. Sie kommt näher. Ihr Haar
glänzt matt. Sie löst mit langsamen Bewegungen das Handtuch und wirft es auf mich. Das
rauhe Gewebe gleitet über mein bestes Stück, reibt schmerzhaft über die Eichel.
Astrid kniet sich neben das Bett. Achtlos schiebt sie das feuchte Handtuch beiseite. Ihre
Hände berühren mich: an den Oberschenkeln, auf dem Bauch, zwischen den Beinen. Quälend
langsam nähern sie sich dem momentanen Mittelpunkt meines Fühlens. Sanft streicht sie mit
den Fingerspitzen über den Schaft meines Schwanzes. Stolz und steif und prall schwebt und
steht er, zwei Fingerbreit von der Bauchdecke entfernt. Ich registriere die leisesten
Berührungen: Astrids Finger überall, Astrids Mund haucht Küsse auf den Schaft, auf die
Eichel, Astrids Zunge leckt von unten her über die ganze Länge meines besten Stückes. Nicht
mehr sanft, sondern bestimmt und fordernd. Ihre Lippen schließen sich um die
Schwanzspitze.
Immer noch die Hände hinter dem Kopf verschränkt, sehe ich ihr zu. Sie hat die Lider fast
geschlossen, nur noch kleine Spalte hinter üppigen Wimpern lassen ihre dunklen Augen
ahnen. Gestern nacht spürte ich sie mehr, als ich sie sehen konnte, jetzt nehme ich ihr Bild
bewusst in mich auf. Ihre Brüste an meinen Oberschenkel gepresst. Ihr Haar auf ihrem
Rücken, mattglänzend, an den Spitzen dunkler. Ein schwarzes Bändchen bündelt das Haar,
strafft es.
Ich berühre sie am Nacken, am Haaransatz. Ich fühle, wie sie diesen Kontakt ersehnt hat. Ich
streiche über ihre Haut, massiere zart die Stelle hinter ihrem Ohrläppchen. Sie reagiert mit
Gänsehaut. Ich nehme ihren Kopf in beide Hände und bemühe mich, ihre Lippen von meinem
besten Stück zu lösen. Oh, wie werde ich diesen Mund dort vermissen.
Mit raschen Bewegungen schwingt sie sich hinauf auf das Bett. Das feuchte Handtuch
wandert mit einer flüchtigen Handbewegung auf dem Boden.
Astrid liegt halb neben, halb auf mir. Unsere Lippen finden sich. Sie schmeckt frisch und
scharf nach Minze und Kamille. Ich wage nicht daran zu denken, wie ich jetzt schmecken
muss, mit seit gestern früh ungeputzten Zähnen. Astrid bemerkt nichts oder stört sich nicht
daran.
Das rechte Knie schiebe ich vorsichtig zwischen ihre Schenkel. Langsam richte ich mich auf,
drehe mich zur Seite. Die Lippen nicht von meinen lösend, lässt sie sich zurücksinken. Ich
liege auf ihr. Eine ihrer Hände verschwindet zwischen unseren Leibern.
Einen kurzen Moment lang bin ich irritiert, dann fühle ich wohlige Wärme um mein bestes
Stück. Meine Hüften beginnen wie von selbst den Rhythmus, und Astrid dirigiert. Mach
langsam, mach schneller, sagen ihre Hände auf meinem Hintern. Ich sehe ihr ins Gesicht, ihre
Augen weit geöffnet. Manchmal winzige Reflexe vom Fenster über uns in ihren Pupillen. Ich
spüre ihre Fersen an meinen Schenkeln: Astrid hat von mir Besitz ergriffen. Und so geht es,
lustvolle Momente. Stoßweise geht ihr Atem. Ihre Nasenflügel weiten sich, ihre Mundwinkel
zucken. Ganz heftig presst sie mich auf sich mit Händen und Füßen und gibt mich erst nach
endlosen Sekunden wieder frei.
Ich bewege mich weiter, es ist um meinen Schwanz herum noch wärmer und feuchter
geworden, und ich lasse sie nicht aus den Augen. Sie formt ein Hohlkreuz, drückt mir ihre
Brüste entgegen. Ich fühle ihre heiße Haut an meinen harten Brustwarzen, und ein herrliches
Kribbeln läuft mir den Rücken hinunter, versandet irgendwo in meinen Lenden. Ihre Hände
ziehen meinen Kopf zu ihr. Der Druck ihrer Fersen hat nachgelassen. Sie atmet leichter. Ich
weiche ihren Lippen aus. Ich ahne, dass sie mich sehen will, wie ich sie eben gesehen habe.
Ich bewege mich härter und schneller. Wieder formt sie ein Hohlkreuz, doch jetzt liege ich
auf ihr. Schwer und bestimmt. Sie hat keine Bewegungsfreiheit. Sie windet sich unter mir.
Nun geht mein Atem stoßweise. Ich weiß, dass es jetzt kein Halten mehr gibt. Mit wenigen
heftigen Stößen komme ich zum Höhepunkt.
Langsam nur lässt das Zucken meines Schwanzes in ihr nach. Ich fühle mich glücklich und
zufrieden und müde. Völlig entspannt.
Ich habe Zeit und Raum vergessen. Ihre Hände an meinen Schultern, ihre Stimme in meinem
Ohr.
»Ich mache uns erst mal Kaffee.«
Sanft drückt sie mich von sich und befreit sich von meiner Last. Mit zufriedenem Seufzen
drehe ich mich auf den Rücken und verschränke wieder die Hände hinter dem Kopf. Ich sehe
ihr nach. Nackt, mit wiegenden Hüften, verlässt sie das Schlafzimmer.
»Geh duschen!« Erst mal will ich diesen geilen Sex mit ihr nachklingen lassen. Sie steckt den
Kopf durch die Tür. »Mach schon! Oder willst du heute nicht ins Büro?«
Wenn es denn unbedingt sein muss... Langsam erhebe ich mich und schlurfe, nackt wie ich
bin, meine Sachen unordentlich zusammengerafft, ins Bad.
»Zahnbürste?« Astrid hantiert schon wieder in der kleinen Küche. Geschirr klappert. »Findest
du im Bad.«
Astrid hat an alles gedacht. Das alles muss sie bereitgestellt haben, als ich auf ihrem Bett lag
und meiner Phantasie von ihr nachhing. Eine Zahnbürste, noch eingepackt in Zellophan, ein
frisches Handtuch, Duschbad. Vorsichtig schnüffele ich an dem bläulichen Fläschchen: Gott
sei Dank, Unisex.
Wir sitzen uns am Frühstückstisch gegenüber. Sie hat nur wenig gegessen und sieht mich an,
beide Hände um ihre Tasse gefaltet, ab und an einen Schluck nippend. Große Augen, die
Lippen ein schmaler Strich. Ein kleine steile Falte über der Nasenwurzel. Sie kann sich nicht
mehr gewaschen haben, im winzigen Badezimmer war ich. Ich überlege mir, wie herrlich ihr
Slip jetzt duften muss, ganz intensiv nach ihr und nach mir und nach Liebe. Schon wieder
wird meine Hose eng.
»Wie soll ich den Tag ohne dich überstehen?«
In allen Gesten, allen Worte meiner Kollegen kann ich heute mühelos das Ich-weiß-was-dugestern-
abend-getan-hast erkennen. Birgit, meine Sekretärin, scheint mich besonders spöttisch
anzulächeln, als ich ihr die Hand gebe. Esther, die Grafikerin, legt offenbar einen besonders
süffisanten Unterton in ihre tägliche Frage nach dem gestrigen Feierabend.
So schnell es geht, verziehe ich mich in mein Büro. Der tägliche Kleinkram, Post, Ablage,
Delegieren... Ich habe gut zu tun und dennoch will die Zeit nicht vergehen.
Es wird zehn. Ich lauere auf das Telefon. Alle möglichen Leute rufen an, wollen irgendwelche
Dinge geregelt wissen, doch sie ist nicht dabei. Alle Viertelstunde schaue ich bei Notes nach:
keine Post von ihr.
Es wird elf. Wir könnten uns zum Mittag verabreden, auf einen Happen beim Griechen
gegenüber, oder einen Döner beim Türken zwei Querstraßen weiter. Soll ich sie anrufen?
Es wird zwölf. Richard, ein Kollege, sieht in meinem Büro vorbei. »Was machen wir heute
Mittag?«
Ich zögere nur kurz. »Mittag, was sonst.«
Wir gehen zum Fleischer und bedienen uns an der heißen Theke. Das Gespräch plätschert
dahin, über das Fernsehprogramm von gestern - ich bin sehr einsilbig -, den lästigen Kollegen
aus meiner Abteilung, der es geschafft hat, trotz ausgewiesener Nichteignung an allen anderen
vorbei befördert zu werden... Ich überlebe die halbe Stunde, ohne mich zu verplappern.
Zurück in der Firma, beim nachmittäglichen Kaffeeklatsch, halte ich an mich, als die Rede
wieder auf Astrids Affären kommt. Warum bringt Birgit das Thema ausgerechnet heute
wieder aufs Tapet?
Sie sieht mich lauernd an und fragt mich mit ihrem zuckersüßen Augenaufschlag: »Hast du
was mit Astrid?«
Ich spüre, dass mir das Blut in den Kopf schießt. Mühsam schüttele ich den Kopf. »Wie
kommst du denn darauf?« Hat sie gesehen, wie ich heute morgen aus ihrem Auto geklettert
bin?
»Na, mein Bester, du läufst doch sonst nicht mit Scheuklappen durch die Gegend? Hast du
ihre Urlaubskarte nicht gelesen?«
Astrid hat mir eine Karte geschickt? In die Firma? Um Himmels Willen! »Wo ist die Karte?«
Birgit erhebt sich und greift über mich hinweg zu der kleinen Pinnwand. Ein Stück bunter
Karton flattert mir in den Schoß. Monument Valley und unnatürlich blauer Himmel. Ich lese.
Tatsächlich, ganz am Ende, ein winziger Nachsatz mit vielen lieben Grüßen an mich. Mit
fahrigen Händen stecke ich die Karte wieder fest und lasse mir Zeit dabei. Ich ahne Birgits
Blicke hinter mir.
»Ist dir das eigentlich angenehm?«
Ich lasse mich in die Polster fallen und nehme erst einmal einen langen Schluck. »Es ist eine
ungewöhnliche Situation.« Hoffentlich klang das jetzt so cool, wie ich das wollte.
Es ist eine ungewöhnliche Situation. Sie ruft nicht an, sie schickt keine Mail. Es wird fünf,
und ich schließe die Bürotür hinter mir.
Astrid geht mir nicht aus dem Kopf. Noch viel weniger kann ich begreifen, dass sie sich nicht
meldet. Ich habe viel Zeit, um nachzudenken. Auf dem Weg zum Bahnhof, während der
Stunde Zugfahrt, einen ganzen endlosen Abend lang in meiner Wohnung, die halbe Nacht
schlaflos im Bett.
Immer wieder das Bild von ihr: Astrid hinter einer Glasscheibe, nackt, sie presst ihre Brüste,
ihre Brustwarzen, gegen das kühle Glas. Ihre Brüste verlieren die räumliche Dimension. Eine
Masse prallen Fettgewebes, mittendrin das tiefe Tal dazwischen. Wassertropfen auf ihrer
Haut. Die Tropfen verbinden sich, rinnen ineinander. Mein Blick wandert tiefer. Ein kleiner
Bauch. Ihr Nabel. Kräftige Schenkel. Ein dunkles Dreieck. Ich möchte gern mehr sehen, doch
die Glasscheibe beschlägt immer stärker...
Zwischen den Beinen spüre ich wohlige Wärme. Astrid bewegt sich hinter der Glasscheibe.
Nur noch ihre Umrisse sind zu erkennen, unklar und verschwommen. Sie wiegt sich in den
Hüften, stützt sich mit den Händen an der Scheibe ab...
Birgit bemerkt am nächsten Morgen sofort, dass ich unausgeglichen und unausgeschlafen an
meinen Arbeitsplatz schleiche. »Wenn du was mit Astrid hast, dann lass es mich wissen, bitte,
nicht dass... nicht dass ich irgendetwas falsches sage.«
Woher nur nimmt sie diese Sicherheit? »Mach dir keine Sorgen.«
»Bitte nicht mit Astrid!«
Esther erzählt vom Keimzeit-Konzert gestern Abend. Wilhelm war da, mit einer Bekannten,
und auch Astrid. Und sie hätte sich etwas komisch benommen, als Wilhelm mit seiner
Bekannten dort aufkreuzte. So, als hätte sie fest damit gerechnet, dass Wilhelm an diesem
Abend ihr gehören würde.
»Und nun musste ich mich ja wohl oder übel ein bisschen um sie kümmern, oder? Ich konnte
sie doch nicht allein dort herumstehen lassen. Das war vielleicht eine blöde Situation, kann
ich dir sagen.«
Na, Esther, was ich dir sagen könnte! Ich begreife, warum sie sich gestern nicht gemeldet hat.
Mit knallenden Türen verziehe ich mich an meinen Schreibtisch. Ich ahne Esthers
verständnislosen Blick hinter mir.
Das Telefon. Ihre Nummer. Es ruft. Astrid meldet sich.
»Grüß dich.«
»Hallo!«
»Ich wollte mal hören, wie es dir geht.«
»Oh, mir geht's gut. Und dir?«
»Danke. Machen wir heute Abend was zusammen?« Ich lauere auf ein Zögern von ihr, ein
Schwingen in der Stimme, das Unsicherheit verraten würde. »Du holst mich ab, und wir
fahren zu mir?« Kein Zögern, kein Schwingen. »Ich wollte dich zum Essen einladen.«
»Das ist nett. Hast du Lust auf Spanisch?«
»Ich dachte eher an gutbürgerlich, wo ich auch mal ein Bier trinken kann, ohne gleich
aufzufallen.«
»Gern. Holst du mich ab?« Natürlich. »Dann bis nachher. Gegen fünf, einverstanden?«
»Bis nachher, ich freue mich. Tschüss.«
Sie legt auf. Da werde einer aus den Frauen schlau. Welches Spiel spielt sie mit mir?
Wir sitzen auf einer Polsterbank an einem kleinen Ecktisch; das Lokal im Stadtzentrum ist nur
mäßig besucht. Ich gebe mich wortkarg. Astrid scheint zu spüren, dass für mich etwas
zwischen uns steht. Ab und an versucht sie, das Gespräch in diese Richtung zu lenken, doch
ich weiche ihr aus. Ich will selbst bestimmen, wann ich meinen Trumpf auf den Tisch lege.
»Hast du mich vermisst?«
»Ja.« Und ich muss nicht einmal lügen.
»Ich habe dich auch vermisst.«
»Hm.«
»Magst du Keimzeit?«
Ich bin überrascht. »Ja, geht so.«
»Ich war gestern zum Konzert.« Berechnung, weil sie weiß, dass ich mit Esther darüber
gesprochen haben könnte?
»Hat es dir gefallen?«
»Ja, war ein richtig guter Abend.« Nach einer kurzen Pause fügt sie hinzu: »Schade, dass du
nicht mit dabei warst.«
»Ich habe auf einen Anruf von dir gewartet.«
»Oh, entschuldige, es war so viel Stress gestern. Du weißt doch, wenn man aus dem Urlaub
kommt... Ich weiß, ich hätte es dir sagen sollen.« Ich suche ihren Blick, und sie weicht mir
nicht aus. Flackernde Schatten vom Licht der kleinen Kerze auf ihrem Gesicht. »Ich bin - ich
war schon monatelang mit Wolfgang für dieses Konzert verabredet.«
»Ich weiß, dass Wolfgang auch da war.«
»Dachte ich mir. Esther?«
»Hm.«
Schweigen. Ich greife nach meine Bierglas, noch halb voll, drehe es in der Hand, stelle es
wieder ab. Mit dem Zeigerfinger fahre ich über den Rand des Glases. Winzige Unebenheiten.
Ich nehme einen Schluck. Das Bier schmeckt abgestanden und bitter.
Sie sieht mich immer noch an, und setzt ihre Worte fein säuberlich nebeneinander. »Ich
brauche dich jetzt.«
»Ja.«
Astrid rutscht auf der dunklen Polsterbank dicht an mich heran, kuschelt sich an mich. Ich
lege meinen Arm um sie und bin glücklich, ihren warmen Körper zu spüren. Ihr Haar
verströmt einen milden Duft, Limonen und grüne Äpfel. Ganz kurz nur steigen alte
Erinnerungen hoch an meine erste Begegnung mit diesem Duft nach grünen Äpfeln. Ich
winke der Kellnerin.
Sie steigt die enge und steile Treppe im Haus ihrer Eltern vor mir nach oben. Immer vier, fünf
Stufen vor mir, ist ihr Hintern, wie gestern in Jeans verpackt, direkt vor meinen Augen. Meine
Augen suchen, ob sich der Saum ihres Slips durch den groben Stoff abzeichnet.
Astrid erreicht die kleine Empore am Ende der Treppe wenige Sekunden vor mir. Sie dreht
sich um und sieht mir zu, wie ich die letzten Stufen heraufklettere. Ich mache direkt vor ihr
Halt, sie tippelt mit winzigen Schritte rückwärts. Ich folge ihr, mit ebenso kleinen Schritten,
bis sie die Tür zu ihrer kleinen Wohnung im Rücken spürt. Mit beiden Händen presse ich ihre
Schultern an das Holz und küsse sie. Sie krallt beide Hände in meinen Hintern und drückt
mich an sich. Wir keuchen beide vor Lust. Mit lautem Poltern fällt irgendetwas zu Boden.
Sie stößt mich von sich: »Leise!«
Unten, im Erdgeschoss, sind Schritte zu hören, eine Tür geht. »Astrid, bist du das?«
Astrid legt mir einen Finger auf den Mund. Ich halte den Atem an. »Ja, Mutti.«
»Kommst du noch essen?«
»Nein, hab schon gegessen.«
Mutter und Tochter wünschen sich eine gute Nacht. Auf Zehenspitzen folge ich Astrid in ihre
Wohnung.
Voller Gier auf sie beginne ich mich zu entkleiden. Hemd, Unterhemd, Hose, Schuhe, Slip.
Unsere Sachen fallen beinahe im Takt. Astrid macht keine Umstände, sich vor mir zu
entblättern. Ich lasse mich in einen Sessel fallen.
Mit einer Hand angele ich nach ihr, als sie aus ihrem Slip steigen will. Sie verliert das
Gleichgewicht, kommt ins Stolpern. Ein kleiner spitzer Schrei. Sie fällt mir rücklings in den
Schoß. Es ist an mir, zu schreien: Mein bestes Stück nimmt solche Aktionen im
aufgerichteten Zustand ziemlich übel.
Sie rückt sich zurecht, sitzt schließlich rücklings auf mir. Ich streiche über ihren Leib, taste
nach ihren Brüsten. Mit den Fingerspitzen fühle ich ihre Brustwarzen, hart und genauso heiß
wie vorgestern. Astrid greift nach einer meiner Hände und führt sie zu ihrem Gesicht. Sie legt
meine Hand auf ihren Mund und saugt daran. Ich beschäftige mich mit ihren Nippeln. Ihre
Schultern bedecke ich mit Küssen. Immer wieder ihre Haare in meinem Mund.
Ich vergrabe mein Gesicht in ihren Haaren und atme ihren Geruch. Zwei, drei Atemzüge lang
grüne Äpfel. Ihre Hände zwischen meinen Beinen. Ihr gekrümmter Rücken vor mir. Meine
Hände treffen auf ihre, irgendwo, meinen Augen entzogen. Sie spielen ein Spiel miteinander,
berühren sich, verlieren sich. Ich will ihre Nässe greifen, ich kann sie spüren mit den
Fingerspitzen, und ihre Hitze. Doch Astrid spielt ein Spiel mit mir. Gerade, dass Astrid mich
die Spitzen des Gekräusels zwischen ihren Schenkeln tasten lässt, mehr lassen ihre sanften
Finger nicht zu. Sie greifen nach meinen, führen sie auf andere Wege, lassen sie mich auch
selbst berühren.
Die Gier ist auf einmal vorüber. Ich genieße. Ganz bewusst spüre ich, was sie mir zeigen will.
Zarte, weiche Haut: ihr Bauch. Ein Hauch von Flaum unter meinen Fingern: ihre Schenkel.
Innen etwas rauher, außen warm und samtig. Ein kleiner Hügel, kühl, scharf abgegrenzt: Eine
Narbe. Sie schnurrt vor Vergnügen wie ein kleines Kätzchen.
Meine Hände werden fordernder. Astrid lehnt sich zurück, stützt sich mit beiden Armen auf.
Ich streichele die Innenseite ihrer Schenkel, wage mich ganz nach oben hinauf. Wie ein Wald
wächst da plötzlich ein drahtiges Etwas unter meinen Händen. Ich suche die längst geöffnete
Spalte, spüre Feuchtigkeit, zäh und klebrig. Ich versuche mir vorzustellen, wie es jetzt da
aussehen mag. Vorsichtig, nur mit der Kuppe beider Zeigefinger, dringe ich in sie ein. Aus
dem Schnurren irgendwo halb vor, halb über mir, wird ein heiseres Knurren. Synchron
zeichnen beide Finger die Konturen ihres Geschlechtes nach, finden schließlich die kleine
harte Perle. Astrid rückt unruhig hin und her.
Sie formt ein Hohlkreuz und hebt ihren Körper an. Sie rückt ein kleines Stück nach vorn und
lässt ihren Körper ganz langsam nach unten sinken. Ein Stück noch rutsche ich zurück, sitze
schließlich kerzengerade, den Rücken an die Lehne gepresst. Ich dringe in sie ein.
Eine Brust für jede Hand. Astrid bewegt sich träge zunächst, dann langsam schneller. Ihr
Brüste wippen in meinen Händen, harte Nippel zwischen meinen Fingern. Es gibt ein leises
schmatzendes Geräusch, wenn sie ihren Hintern fallen lässt, und wenn sie ihn hebt, kann ich
ahnen, wie mein bestes Stück in ihr verschwindet. Wir finden unseren Rhythmus.
Ich halte mich nicht zurück, als ich soweit bin. Sie spürt diesen Moment. Sie beugt sich nach
vorn. In den folgenden Sekunden scheint sie ganz auf sich konzentriert. Sie reitet sich auf mir
zum Höhepunkt, ich weiß, dass mein Schmerz ihr Lust bereitet. Heftig atmend, lässt sie sich
nach hinten fallen. Sie liegt auf mir. Ich streichele ihre Brüste, ihre Rippen unter einer dünnen
Fettschicht, die zarte, weiche Haut ihres Bauches. Irgendwann steht sie auf.
»Ich bin müde.« Astrid dreht mir den Rücken zu und verschwindet im Bad. Nach wenigen
Augenblicke taucht sie wieder auf, ein dünnes Nachthemd verhüllt ihren Körper. »Du kommst
nach?«
Ich nicke. Auch ich besuche rasch das winzige Badezimmer, folge ihr. Sie liegt auf dem
Rücken und öffnet die Augen zu kleinen Spalten, als ich ihr Schlafzimmer betrete.
»Du musst mir glauben: Zwischen Wolfgang und mir ist nichts.«
»Das ist mir im Moment gleich.« Ganz ehrlich bin ich nicht. Gleich ist es mir keinesfalls.
Doch jetzt ist ganz bestimmt nicht der richtige Moment. Themawechsel. »Weißt du, woran
mich der Duft deiner Haare erinnert?«
»Nein.«
Ich krieche unter die Bettdecke und spüre die wohlige Wärme darunter. »An meine allererste
Liebe. Ich habe damals so lange gesucht, bis ich dieses Shampoo bekommen habe.«
»Hast du es ihr geschenkt?«
»Nein.« Ich schüttele den Kopf, obwohl sie das in der Dunkelheit kaum sehen kann. »Wenn
ich an sie erinnert werden wollte, habe ich mir die Haare gewaschen.«
Sie lacht. »Du hast ihr sicher nie etwas davon gesagt?«
Wie recht sie doch hat. Ich sollte ehrlich zu ihr sein, und offen mir ihr reden. Morgen. Morgen
ganz sicher.
Als sie eingeschlafen ist, liege ich noch lange wach.

 

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